Kurzprofil
- Name: Christina Gabelmann
- Wahlkreis: WK 176 – Hochtaunus
- Beruf: Sozialarbeiterin/Sozialpädagogische Familienhilfe
- Arbeitgeber: Salus Jugendhilfe
- Alter: 57 Jahre
- Familienstand: verheiratet; 3 Kinder
- Ort: wohnt in 61348 Bad Homburg v.d.H.
Mitgliedschaften
Arbeiter Samariter Bund; ehemalige Kreisvorsitzen Die Linke Hochtaunus; Elternservice Bad Homburg e.V.; Erwerbsloseninitiative Bad Homburg e.V.
Fragen und Antworten
Warum wollen Sie DirektkandidatIn werden?
Ich bin der Meinung das wir eine bunte Vielfalt an Volkvertreterinnen brauchen, um Demokratie lebendig leben zu können!
Welche Qualifikationen bringen Sie für die Arbeit als DirektkandidatIn mit?
Die Erfahrung sowohl im Stadtparlament, als auch über mehrere Jahre als Vorsitzende der Partei Die Linke im Hochtaunskreis aktiv politisch tätig gewesen zu sein. Ich kann gut strukturiert denken, auf Menschen zugehen, bin streßresistent und freue mich immer auf neue Herausforderungen.
Welche Person würden Sie am ehesten als Vorbild für sich ansehen und warum?
Ich habe im politischen Leben keine Vorbilder. Für mich sind ganz normale Menschen "Vorbilder", die ehrlich und transparent, Wertschätzend und mit einer humanistischen sowie systemischen Grundhaltung durch das Leben gehen.
Welches politische Projekt wollen Sie bei einer Wahl für Ihre BürgerInnen als Erstes ins Leben rufen?
Ich möchte dafür kämpfen, dass Hartz IV endlich wieder abgeschafft und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt wird .Zusätzlich ist mir wichtig, das politisch wichtige Entscheidungen für die Menschen in diesem Land transparent dargestellt werden und durch Volksabstimmung die Bürger*innen an den Entscheidungen beteiligt werden.
Welches politische Ereignis hat sie in letzter Zeit besonders gefreut?
Im Kontext meiner Tätigkeit die Einstufung Somalias als unsicheres Herkunfstland, weil damit eine Bleibeperspektive gerade auch für geflüchtete Frauen sichergestellt wurde.
Wie garantieren Sie Ihre Unbestechlichkeit?
Ich habe in meinem bisherigen Leben immer nach meinen Überzeugungen gehandelt und würe dies auch weiter tun. Eine 100% ige Garantie wird wohl niemand – wenn er/sie ehrlich ist – geben können, allerdings müsste ich mich schon gravierend verändern um bestechlich zu werden und das kann ich mir nicht vorstellen.
Wie sieht Ihr Werdegang aus?
Nach einer Lehre als Tierarzthelferin besuchte ich eine Fachoberschule für Soziale Arbeit und schrieb mich anschließend an der FH Frankfurt sowohl für soziale Arbeit als auch Sozialpädagogik ein. Neben dem Studium arbeitete ich als pädagogische Mitarbeiterin und war für ein halbes Jahr in Südamerika in einer Einzelfallhilfe/Erlebnispädagogik unterwegs. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes habe ich eine Vermittlung und Beratung für Eltern Tagesmütter/Babysitter/Leihomas gegründet aus dem der Elternservice Bad Homburg e.V. hervorging. Parallel wurde ich für 5 Jahre in das Stadtparlament als parteiloses Mitglied für die Grünen gewählt. Aus privaten Gründen und schweren Herzens entschloss ich mich dazu, sowohl die politische als auch die berufliche Tätigkeit nicht weiter zu verfolgen, war allerdings noch für eine Amtsperiode als hauptamtliche Schöffin am Landgericht Frankfurt aktiv. Jahre später wurde ich Mitglied im Kreisverband Die Linke, für die ich dann als Kreisvorsitzende – auch in verschiedenen Gremien – tätig war. Higlight hier war eine Demonstration gegen die Gebührenerhöhung in Kitas, die wir mit großem Erfolg organisierten. Neben verschiedenen Tätigkeiten im sozialen Bereich beendete ich in den letzten Jahren mein Studium Soziale Arbeit und arbeite aktuell sowohl festangestellt als auch freiberuflich im Bereich Sozialpädagogische Familienhilfe. Gerade hier sehe ich immer wieder, dass in Familien viele Probleme auf der strukturellen Ebene (zu wenig Geld, Jobverlust, Ärger mit der Arge u.a.) entstehen, die politisch offensichtlich so gewollt sind.
Welchen möglichen politischen Vorhaben oder Zielen könnten Sie auf keinen Fall zustimmen und warum?
Aktuell CETA und TTIP, weil ich befürchte das der Verbraucherschutz vollkommen ausgehebelt wird und nur noch die Interessen von Großkonzernen und Gewinnmaximierung eine Rolle spielen werden. DAbei wird die Schere zwischen Arm und Reich, Arbeitsplatzbesitzern und "Freigestellten" immer größer werden. Aber auch die geplanten Veränderungen im ALG I und ALG II Bereich sind für mich völlig inakzeptabel.
Welche Gründe könnten Sie dazu bewegen, sich aus der Politik zurückzuziehen?
Wenn ich den Eindruck gewinne, das meine Arbeit absolut keinen Sinn macht und meine Mitstreiter*innen mehr ihre eigenen Interessen verfolgen als die von denen Sie gewählt wurden.
Welchen Interessengruppen fühlen Sie sich verbunden, bzw. wessen Interessen müssten Ihrer Meinung nach politisch stärker vertreten werden?
Alleinerziehende, Familien und Kinder sowie Senioren. Diese vulnerable Gruppe ist am stärksten abhängig von unserem System, stellt allerdings nicht die größte Wählergruppe dar und hat entsprechend keine große Lobby.