Sebastian Bucher

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Kurzprofil

  • Name: Sebastian Bucher
  • Wahlkreis: WK 188 – Bergstraße
  • Beruf: Dipl.-Volkswirt, Bankkaufmann
  • Alter: 41 Jahre
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
  • Ort: wohnt in 64625 Bensheim

Mitgliedschaften

foodwatch, DRK, Hessischer Turnverband – Landesfachausschuss Faustball (Beauftragter für Wettkampfwesen), SSG Bensheim

Fragen und Antworten

Warum wollen Sie DirektkandidatIn werden?

Ich beobachte in meinem Umfeld und in der Bevölkerung insgesamt eine zunehmende Politiker- und Parteienverdrossenheit. Viele Menschen, die zur Wahl gehen, haben den Eindruck, dass ihre Einflussnahme auf die Bundespolitik mit der Abgabe ihrer Stimme endet.

Ich möchte dazu beitragen, dass sich das ändert: Dass die Menschen die Chance bekommen, sich abseits der Wahltermine für die Angelegenheiten zu engagieren, die für sie auch im Alltag relevant sind. Dabei möchte ich helfen, die – meines Erachtens – immer größer werdende Politik-Lethargie in aktive Gestaltungsmöglichkeiten zu überführen. Wir können etwas erreichen, wenn wir uns wieder darauf besinnen, dass wir eine politische Kraft haben, vorausgesetzt wir nutzen diese gemeinsam. Die Rechte der Bürger müssen ausgeweitet statt beschränkt werden. Weiterhin hat der Souverän, also die Wähler, das Gefühl, dass ihm die Demokratie (nicht nur in Deutschland) mehr und mehr entgleitet. Denn Interessengruppen bringen ihre teils berechtigten Ideen und Vorschläge in überwiegend undurchsichtigen Prozessen in die Gesetze und Meinungsbildung ein. Die Abgeordneten müssen von außen den Druck erfahren, Änderungen vorzunehmen, und zwar für ein Mehr an Transparenz in vielerlei Hinsicht. Wie soll das passieren: Indem ich, sowohl in meiner Arbeit als auch in der Motivation anderer, versuche Transparenz in den politischen Prozess zu bringen. Ich möchte die Etablierten mit kritischen Fragen anstoßen. Außerdem möchte ich eine Beteiligung durch Bürger z.B. auch in der parlamentarischen Arbeit ermöglichen, Plattformen (mit-) entwickeln, auf denen sich Bürger in neutraler Form über politische Themen informieren können. Denn Politik ist selten ein klares JA oder NEIN. Die Menschen haben das Recht, über Gesetzgebungsprozesse und deren Inhalte informiert zu werden – und zwar auch darüber, wer welchen Einfluß in die Gesetzgebung ausübt; und das nicht erst NACH erfolgter Gesetzgebung sondern WÄHREND des Prozesses – und nicht nur als Randnotiz sondern auch in der „Prime Time“.

Eine bürgernahe Politik lebt von Vertrauen! Das Vertrauen ist jedoch größtenteils verloren gegangen und kann – meines Erachtens nach – nur zurückgewonnen werden, wenn die Politik Transparenz schafft und die Bürger wieder besser abholt. Mir geht es also primär um die Etablierung eines offeneren und bürgernahen Politik-Stils und die Einbeziehung der Bürgermeinungen auch zwischen den Wahlterminen. Das können (oder wollen) die großen Parteien auf Bundesebene nicht erreichen!

Welche Qualifikationen bringen Sie für die Arbeit als DirektkandidatIn mit?

Als Volkswirt bringe ich ein starkes Interesse für die großen Zusammenhänge mit. Zudem bin ich ein kritischer Fragensteller, der nicht alle Aussagen einfach so hinnimmt, sondern stets hinterfragt. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich sehr kritisch mit der Einflussnahme diverser Interessengruppen auf politische Prozesse und sehe darin den wesentlichen Grund für die Entfremdung von Politik und Wählern. Hier möchte ich ansetzen und Veränderungen bewirken.

Welche Person würden Sie am ehesten als Vorbild für sich ansehen und warum?

Menschen, deren Arbeit ich in letzter Zeit sehr schätze:

Noam Chomsky; großartiger Denker, der meines Erachtens einen tiefen Blick in so manche Hintergründe der politischen Kultur unserer Zeit gibt.

Norbert Häring; Volkswirt und Autor; der in seinem Blog, in Büchern und auch hier und da im Handelsblatt kritisch auf Entwicklungen der Gegenwart eingeht; z.B. Abschaffung des Bargelds, Autobahnprivatisierung u.v.m.

Tilo Jung; Jung&Naiv; ein moderner Fragensteller, der insbesondere die Bundespressekonferenz mit kritischen Fragen nervt und damit für einen transparenten Politikstil eintritt, der gerade in der jungen Internet-Generation Gefallen finden könnte.

Alle drei Genannten versuchen auf die eine oder andere Art und Weise zum Denken anzuregen, indem sie nicht nur das servieren, was sowieso jederzeit in den Medien zu finden ist: Eine sehr wichtige Aufgabe im Sinne einer ausgewogeneren Information der Bürger und Förderung von Transparenz.

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