Kurzprofil
- Name: Hans Ulrich Rammelt
- Wahlkreis: WK 282 – Lörrach – Müllheim
- Beruf: Masseur
- Arbeitgeber: Physiopraxis Bittner
- Alter: 63 Jahre
- Familienstand: ledig
- Ort: wohnt in 79650 Schopfheim
Mitgliedschaften
Unterstützer von Campact, Unterstützer von Mehr Demokratie In der Partei die Linke, solange sie in der Opposition ist !
Fragen und Antworten
Warum wollen Sie DirektkandidatIn werden?
Ich fühle mich bisher von den Parteien im Bundestag nicht ausreichend vertreten. Mein Ziel wäre es, mehr die Interessen der Menschen zu Gehör zu bringen, welche sich für eine menschlichere und gerechtere Gesellschaft einsetzen wollen. Das beeinhaltet auch einen anderen Umgang mit der Natur, was bisher nur Lippenbekenntnisse sind.
Volksabstimmungen zu allen wichtigen Themen sind die Vorraussetzung für eine mündige Bürgerschaft. Dazu gehört auch eine umfassende – freie Informationspolitik. Interessenvertreter sollen ihre Auftraggeber offenlegen.
Welche Qualifikationen bringen Sie für die Arbeit als DirektkandidatIn mit?
Ich habe Theologie studiert und mich immer geschichtlich und gesellschaftlich für viele Themen interessiert. Ich war als Betriebsrat in meiner vorhergehenden Firma tätig. Bin Mitglied und Gründer einer Bürgerinitiative in Schopfheim zu Erhalt eines Sportplatzes der bebaut werden soll. Ich war eimal Wähler der Grünen im Bundestag – bin aber jetzt bei den Linken aktiv. Ich habe in der ehemaligen DDR den Wehrdienst verweigert und mich in der Opposition engagiert. Ich halte die jetzigen Strukturen für nicht geeignet, die Probleme, vor denen wir in den nächsten Jahren stehen werden, zu lösen. Es geht darum, dass der Faktor Mensch eine sehr unzuverlässige Größe ist, weil von vielen Unbekannten in psychischer – emotionaler Hinsicht gesteuert. Das gilt es in den Blick zu nehmen.
Welche Person würden Sie am ehesten als Vorbild für sich ansehen und warum?
Ghandi und Martin Luther King
Beide Personen haben durch ihr Verhalten den Menschen in ihrem Umfeld Hoffnung gegeben, weil sie die gängigen Verhaltensweisen durchbrochen haben, nach denen Gewalt durch Gegengewalt beantwortet werden muß. Sie haben gezeigt, dass eine andere Welt möglich ist.
Nur wenn wir es schaffen diesen Weg zu beschreiten, machen wir unser Tun sinnvoll und auf die Zukunft hin offen !
Welches politische Projekt wollen Sie bei einer Wahl für Ihre BürgerInnen als Erstes ins Leben rufen?
Ich würde gern ein Bürgerforum gründen, welches sich in Arbeitsgruppen zu verschieden Themen kundig macht und diese dann in Referenden publik macht. Es soll vorrangig um das Hauptthema gehen " Wie wollen wir leben ? "
Es könnte um Themen wie : Bildung, Gleichberechtigung, Ernährung, Wohnen u.a. gehen. Das würde dann in der Frage münden, wie soll die Gesellschaft sich verändern, um das Gewünschte zu erreichen ?
Welches politische Ereignis hat sie in letzter Zeit besonders gefreut?
Stuttgart 21, Demos für den Atomausstieg, Demos für eine gerechtere Weltordnung und gegen Freihandel. Auch das so viele in der außerparlamentarischen Opposition mitmachen, das freut mich sehr.
Wie garantieren Sie Ihre Unbestechlichkeit?
Garantieren kann niemand für seine Unbestechlichkeit. Es kommt sehr auf das persönliche Umfeld an. Jede/r Kandidat/in sollte in einem Netzwerk organisiert sein, welches ihn/sie unterstützt. Es kann auch zu Fällen von Erpressung kommen – da braucht es Vertrauen und Hilfe. Auch die Zeit nach einem Mandat sollte geplant werden, damit es nicht zu einem Fall ins Bodenlose kommt.
Wie sieht Ihr Werdegang aus?
Ich stamme aus der ehemaligen DDR, aus Halle an der Saale. Nach Abschluss der Realschule eine Lehre als Binnenfischer. Dann gearbeitet in der Zierfischzucht und Abitur in der VhS. Bausoldat in der Armee ( Wehrersatzdienst ) aus Überzeugung, nie wieder ein Krieg von Dtschl. ausgehend ! Studium der Theologie – Diplomtheologe – Arbeit für 4 Jahre im ev. Kirchendienst. 1989 in die Bundesrepublik übergesiedelt und dann Ausbildung als Med. Masseur in Bad Säckingen. Arbeit im Kurmittelhaus in Bad Säckingen. Seit fast 4 Jahren in einer Praxis für Physiotherapie tätig.
Welchen möglichen politischen Vorhaben oder Zielen könnten Sie auf keinen Fall zustimmen und warum?
Nicht in Frage kommt für mich Pegida und andere rechte und nationalistische Gruppierungen. Auch Parteien, welche auschließlich wirtschaftliche Interessengruppen vertreten, sind für mich unvertretbar. Dazu zähle ich im Moment alle Parteien im Bundestag, außer den Linken. Diese sind aber für mich nur als Opposition wählbar, in der Koalition mit anderen Parteien werden sie auch ihr Profil verlieren.
Welche Gründe könnten Sie dazu bewegen, sich aus der Politik zurückzuziehen?
Das läßt sich nicht vorhersagen. Auf jeden Fall sollten es Gründe sein, welche eine Relevanz haben. Das könnte zum Beispiel ein Abdriften der eigenen Bewegung in undemokratische oder nationalistische Richtung sein. Aber welche Gründe noch, das weiß ich nicht vorher zu sagen.
Welchen Interessengruppen fühlen Sie sich verbunden, bzw. wessen Interessen müssten Ihrer Meinung nach politisch stärker vertreten werden?
Ich stehe zu den Intensionen von Campact und Mehr Demokratie – beides basisdemokratische Bewegungen. Auch Attac stehe ich nahe.