Eine Initiative nach einer Idee
von Marianne Grimmenstein

Frage & Antwort

Ist es nicht naiv zu glauben, dass ein "Bürgerkandidat" per se ein besserer Volksvertreter als die aus den bürgerlichen Parteien sein soll? Sind die Vertreter der Parteien nicht auch alle vom Volk gewählt? Worin liegt der charakterliche und politische Unterschied zwischen Bürgerkandidaten und Parteienkandidaten? Ist das Konzept nicht bloß alter Wein in neuen Schläuchen?
Klaus Marx,
Oktober 2017

Lieber Klaus Marx,

das Konzept der Bürgerkandidaten sieht vor, dass diese über die Bürgerkommittes mit den Bürgerinnen ihres Wahlkreises sprechen und in ihrer politischen Entscheidung zu einer Sache dann die Meinung ihrer Bürgerinnen vertreten.

Das ist ein grundlegender Unterschied zu den bisherigen Abgeordneten. Diese sind nämlich von ihrer Partei ausgewählte Menschen, die von den Bürgerinnen nur "bestätigt" werden können und die lediglich die von der jeweiligen Partei vorgegebene Meinung zu einem Sachthema vertreten.

Die Bürgerinnen haben also keinerlei Möglichkeit mehr, auf Sachentscheidungen einzuwirken, denn darüber entscheidet die Partei alleine.

Den charakterlichen Unterschied kann und will ich nicht beurteilen. Der politische Unterschied besteht klar darin, dass Parteikandidatinnen zusagen, ihrer Partei zu folgen, während Bürgerkandidatinnen zusagen, ihren Wahlkreisbürgerinnen zu folgen.

"Alter Wein in neuen Schläuchen?"...hm. Sie informieren sich selbst, das habe ich bemerkt. Ich hoffe, diese Zusammenfassung hilft Ihnen, ihre Bewertung zu finden.

Herzliche Grüsse, Magnus Rembold

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