Oliver Kümmerle

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Kurzprofil

  • Name: Oliver Kümmerle
  • Wahlkreis: WK 277 – Rhein-Neckar
  • Beruf: Polizeibeamter
  • Arbeitgeber: Land Hessen
  • Alter: 49 Jahre
  • Familienstand: Verheiratet, 2 Kinder
  • Ort: wohnt in 69469 Weinheim

Mitgliedschaften

TSG 1862 Weinheim, Abteilungsleiter Basketball

Fragen und Antworten

Warum wollen Sie DirektkandidatIn werden?

Ich gehöre zu denen, die der Meinung sind, dass derzeit viel in die falsche Richtung läuft und dringend ein paar Weichen neu gestellt werden müssten. Insbesondere, was die Güterverteilung national und global angeht, sowie die blinde Ausbeutung und Zerstörung der Natur. Die aktuellen Entscheidungsträger scheinen sich den großen Herausforderungen nicht stellen zu wollen oder können. Daher bin ich der Meinung, dass weiteres Lamentieren nicht ausreicht, sondern selbst Verantwortung übernommen werden muss.

Welche Person würden Sie am ehesten als Vorbild für sich ansehen und warum?

Es gibt sehr viele unbekannte tolle Menschen, die mir täglich als Vorbild dienen. Aber auch unter den prominenten Persönlichkeiten finde ich immer wieder das ein oder andere Vorbild. Ganz aktuell gefällt mir ein Bernie Sanders, der als Kandidat im US amerikanischen Wahlkampf die richtigen Themen angesprochen hat und sich klar für eine Politik der kleinen Leute aussprach.

Welche Qualifikationen bringen Sie für die Arbeit als DirektkandidatIn mit?

Ich halte mich für einen ziemlich normalen und durchschnittlichen Menschen mit gesteigertem Interesse an gemeinschaftlichem Leben und Handeln. Daher engagiere ich mich schon seit über 20 Jahren ehrenamtlich im Sportverein als Jugendtrainer, Schiedsrichter und Funktionär. Vor über 5 Jahren habe ich die Abteilungsleitung der Basketball-Abteilung der TSG 1862 Weinheim übernommen, mit dem Ziel möglichst vielen Kindern die Möglichkeit zu geben, Sport zu treiben und ihre Persönlichkeit durch diese energetische Mannschaftssportart zu Formen und zu reifen. Im Berufsleben stehe ich als Polizeibeamter im Schichtdienst seit fast 25 Jahren meinen Mann und habe so viele Einblicke in zahlreiche Facetten unserer Gesellschaft erhalten.

Wie garantieren Sie Ihre Unbestechlichkeit?

Sich auf die eigene Integrität zu berufen, ist an dieser Stelle nicht ausreichend, denn der Bürger ist leider zu oft betrogen worden. Wie also kann eine Garantie für Unbestechlichkeit aussehen? Nun ich pledliere dafür zunächst auf freiwilliger Basis alle Einkünfte offen zu legen und bevorzugt als Person des öffentlichen Lebens treuhänderisch verwalten zu lassen, um über Transparenz nachprüfbares Vertrauen zu schaffen. In einem zweiten Schritt würde ich gerne dieses Konzept erweitern und auf alle Volksvertreter anwenden. Auch eine komplette Offenlegung der Einkommensdaten aller Bürger, wie es beispielsweise in Schweden gemacht wird, halte ich für ein anstrebenswertes Ziel, welches aber in Deutschland wohl beinahe einer Revolution gleich kommen wird und ohne tiefgreifende Änderungen auch in die Grundfesten unseres Rechtssystems möglicherweise nicht zu machen ist.

Welchen Interessengruppen fühlen Sie sich verbunden, bzw. wessen Interessen müssten Ihrer Meinung nach politisch stärker vertreten werden?

Für mich wäre es am Wichtigsten, mich bei der Gestaltung von Politik an zentralen gesellschaftlichen Gruppen zu orientieren. Dabei sind die Kinder, für deren Zukunft wir die Verantwortung tragen, das wohl wichtigste Element. Darüberhinaus halte ich eine breite Mittelschicht für zentral, die sich von Selbständigen und Angestellten bis hin zur Arbeiterklasse erstrecken muss und eine Verarmung weiter Gesellschaftsteile ausschließt. Natürlich muss auch die Wirtschaft vertreten und politisch betreut werden. Hier sehe ich das klare Ziel, von Zockerei und Spekulationen weg zu kommen und auf echtes und langsam aber stetes Wachstum auf der Basis von fairem Handel zu setzen. Das bedeutet aber viel Überzeugungsarbeit in den elitären Kreisen, mit dem Ziel und Zweck, die Schere von arm und reich wieder schließen, oder zumindest wieder verkleinern zu können.

Welches politische Ereignis hat sie in letzter Zeit besonders gefreut?

Das ist eine sehr gute und nur schwer zu beantwortende Frage! Ich kann aktuell viele Entscheidungen aufzählen, die mich zutiefst betrüben. Angefangen bei Brexit, CETA & Co, bis hin zu einer unglaubwürdigen europäischen und auch deutschen Flüchtlings- und Außenpolitik, sowie zahlreichen innenpolitischen Problemen, bleibt derzeit nicht viel Platz für Positives. Eines hat mich aber doch sehr gefreut: nämlich das Engagement von Abgeordnetenwatch und die kleinen Erfolge gegen einen übermächtigen Lobbyismus, die mittlerweile auch gerichtlich erkämpft werden konnten.

Welche Gründe könnten Sie dazu bewegen, sich aus der Politik zurückzuziehen?

Die Frage, was einen zum Ausstieg aus der Politik bewegen könnte, noch bevor man richtig eingestiegen ist, fällt mir nicht leicht zu beantworten. Auf Anhieb fällt mir dabei eigentlich nur der Schutz der eigenen Familie ein, sowie eventuell ein kritischer Gesundheitszustand, bzw. eine tragische Krankheit, die ja jeden irgendwie ereilen kann.

Welchen möglichen politischen Vorhaben oder Zielen könnten Sie auf keinen Fall zustimmen und warum?

CETA und TTIP in der jetzigen Form. Grundsätzlich bin ich nicht gegen ein Vereinfachungen beim internationalen Handel, aber es muss auf demokratischer und rechtsstaatlicher Grundlage stehen und die Interessen der Bevölkerungen der verschiedenen Nationen in den Vordergrund stellen und nicht das wirtschaftliche Interesse einzelner Konzerne und Regierungspolitiker.

Welches politische Projekt wollen Sie bei einer Wahl für Ihre BürgerInnen als Erstes ins Leben rufen?

Eine Koppelung von Spitzengehälter an das jeweils geringste Einkommen eines Beschäftigten.

Wie sieht Ihr Werdegang aus?

1970 in Frankfurt als Sohn eines Arbeiters geboren. Im schönen Neckartal bei Heidelberg aufgewachsen. 1988/89 als Austauschschüler wertvolle Erfahrungen im Ausland gesammelt. 1991 Abitur Seit 1992 Polizeibeamter des Landes Hessen. Aktuell Dienstgruppenleiter auf einer Dienststelle in Südhessen.

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