Eine Initiative nach einer Idee
von Marianne Grimmenstein

Schritt

Frei
28.03.2019

Demokratie DIREKT! trifft Bürgerkandidaten

Am Dienstag abend hatte ich in Leipzig die Gelegenheit, die Macher hinter dieser sehr unbekannten neuen Partei namens „Demokratie Direkt“ kennen zu lernen. Es war elektrisierend! Wie und warum erzähle ich gleich.

Vorher nochmals ein kurzer Rückblick: trotz übermässig grossem und heldenhaftem Einsatz von Susanne, Uwe, Ingo, Werner und Heiko haben wir es nicht geschafft, die Unterstützungsunterschriften rechtzeitig einzureichen, so dass sie von den Gemeinden auch nicht rechtzeitig bestätigt werden konnten. Es war so knapp, dass einem wirklich das Herz blutet, wenn man die Zahlen anschaut: ca. 3800 bestätigte UU von ca. 4400 insgesamt ist wirklich knapp.

Die Enttäuschung war bei unseren wackeren 12 entsprechend gross. Verständlicherweise. Umso grösser war das Erstaunen, durch die Veröffentlichungen des Bundeswahlleiters am 15.03.2019 zu erfahren, dass eine Partei namens „Demokratie Direkt“ nicht nur zur Europawahl zugelassen wurde, sondern auch noch ein sehr ähnliches direktdemokratisches Rezept verfolgt, wie wir Bürgerkandidaten.

Ingo, Lukas, Elena, Chris und Magnus beim ersten Treffen in der Universität Leipzig

Die Partei wurde am 8.12. lezten Jahres gegründet in Erfurt, also noch eine ganze Weile nach unserer Aufstellungsversammlung im November. Innerhalb kurzer Zeit haben die beteiligten Studierenden aus dem Umfeld der Uni Erfurt und anderen Universitäten tatsächlich 4600 bestätigte Unterschriften nebst sämtlichen Unterlagen für eine Partei- und Kandidierendenzulassung eingereicht.

Respekt!
Das ist eine Meisterleistung und katapultiert sie in der Geschichte der Bundesrepublik auf Platz eins der „jungen Parteien“ in der Kategorie „kürzeste Zeitspanne zwischen Gründung und Antritt zu einer bundesweiten Wahl“. Führend war davor die ebenso demokratiebewegte Partei Demokratie in Bewegung, den Spitzenplatz haben sie jetzt abgegeben.

Elena, Chris und Lukas fanden sich gerne zum Gespräch bereit. Sie trafen Ingo und mich kurzfristig in Leipzig und zeigten sich als sehr reflektierte und gut informierte Studierende, die einfach keine politische Heimat mehr finden und deswegen schon lange den Gedanken der direkten Demokratie überdachten. Den Anstoss zur Parteigründung gaben Freunde, die immer wieder sagten: „Eure Idee ist so gut, ihr müsst das umsetzen!“.

Jetzt sind sie Kandidat*innen auf ihrer Liste und wollen eigentlich gar nicht als Personen in den Vordergrund treten, weil sie sich als „Bürgerkandidat*innen“ sehen, die lediglich die Stimmen der Menschen ins Parlament tragen und deswegen nicht wirklich wichtig sind. Sie sehen aber gleichzeitig die Notwendigkeit, sich tatsächlich als die Menschen zu erkennen zu geben, die das Vertrauen der Wähler*innen verdienen. Ein Zwiespalt, aber ein lösbarer.

Ingos und meine Tips und Hilfsangebote nahmen die drei dankend an und innerhalb kurzer Zeit waren wir in sehr konkreten Planungen für einen möglichen Wahlkampf, bevor Chris dann erstaunt feststellte: „Es ist so cool, mit euch hier zu planen, weil wir uns nicht erst über das Konzept austauschen müssen. Ihr habt einfach genau das Gleiche im Kopf, wie wir!“ Das macht die konkrete Arbeit wirklich viel leichter und ich fand unseren 4-stündigen Planungsabend prima und motivierend.

Fazit: Ingo und ich haben in kurzer Zeit in den Modus „volle Zusammenarbeit“ geschaltet. Und diesen nie verlassen.
Wir haben 2 Monate bis zum Wahltermin, für konkrete strukturelle Überlegungen haben wir hinterher Zeit oder wir müssen uns evtl. keine Gedanken mehr machen.
Bis dahin haben wir 2 Monate für ein Experiment, wie es im Leben vielleicht nicht oft vorkommt: volle Kraft für die Demokratie in Europa!

von Magnus Rembold
13 Kommentare
  • Wo versteckt Ihr Euch in Leipzig? Warum bekomme ich keine Antwort? Veröffentlicht bitte wann und wo Euer Treffpunkt ist.

    Dies ist jetzt mein letzter Versuch.

    mfG Andreas

    Andreas Herrmann
    24.07.2019 21:24 Uhr
  • Schön, dass sich plötzlich eine unerwartete Alternative aufgetan hat. Ich bin sehr gespannt über die weiteren Entwicklungen.

    Jan A.
    31.03.2019 14:45 Uhr
  • Respekt! Man sieht erst nach und nach wieviele Bürger sich tatsächlich für dieses Thema einsetzen. Wenn die sich alle zusammen tun, dann kann sich richtig was bewegen. Also nicht jeder für sich alleine wurschteln, sondern alle an einem Strang ziehen.

    Susanne
    30.03.2019 21:48 Uhr
  • Eine sehr gute Nachricht, dass es doch noch eine Demokratiebewegung in die EU-Wahl geschafft hat. Meine Stimme ist euch sicher. Volle Kraft für die Demokratie in Europa!

    Dieter Ko
    29.03.2019 15:17 Uhr
  • Bin froh etwas wählbares gefunden zu haben. Ansonsten wäre nur noch die Titanicpartei geblieben

    Hans-Joachim Dick
    29.03.2019 07:21 Uhr
  • Soweit es meine Zeit noch zulässt habt Ihr meine volle Unterstützung. Da ich zu Hause mit meiner Bürgergemeinschaft für den Gemeinderat antrete (natürlich ebenfalls mit unserem Konzept von direkter Demokratie) kann ich sagen, dass es sehr viel Zustimmung aus allen Alterklassen für unsere Ideen gibt. Lasst Euch nichts anderes einreden. Europa- und bundesweit ist es natürlich schwieriger die Idee in den großen Medien zu platzieren und dort ernst genommen zu werden, daher glaube ich auch die Kommunalwahlen sind ein wichtiges Feld für uns. Da befindet sich die Basis! Die große Übereinstimmung in den Konzepten zeigt auch sehr deutlich, dass dieses Thema auf der Straße liegt.

    29.03.2019 09:51 Uhr
  • Falls jemand den Link überlesen hat: https://demokratie-direkt.eu

    29.03.2019 09:52 Uhr
  • Na dann los.

    Wr.orders@posteo.de
    29.03.2019 09:42 Uhr
  • Wo gibts substantiellere Infornationen als das, was ich hier bisher finde ueber dass, womit Ihr/Sie echte Demokratie befoerden moechtet?

    H Mueller
    29.03.2019 09:29 Uhr
  • Finde ich geil, dass sich in der Politik neue Gedanken breit machen. Ich bin 63 J. und habe von der bestehenden Parteienlandschaft die Nase gestrichen voll. Mein Stimme habt ihr schon jetzt!

    Edgar Kuchelmeister
    29.03.2019 09:04 Uhr
  • Ich befürchte ein weiteres Scheitern. Nur eine Vielzahl junger Menschen kann das verhindern. Warum? Weil nur diese Generation noch Idealismus besitzt. Wir Alten (40-Ende) sind in der Wohlstands- u. Egoistenfalle gefangen. Außerdem haben die Deutschen ein Mentalitätsproblem. Also mit aller Macht junge Menschen überzeugen, dass sie für ihre Zukunft kämpfen müssen!

    Herbi71
    29.03.2019 07:52 Uhr
  • Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Ich bin nochimmer baff, dass es die drei in so kurzer Zeit tatsächlich geschafft haben und noch mehr freut es mich, dass Sie die Idee von Marianne und damit unser aller Anliegen ins Europaparlament bringen werden. Wenn wir jetzt zusammenarbeiten können wir hoffentlich bald zusammen den Erfolg feiern.

    29.03.2019 00:44 Uhr
  • Klingt SUPERtoll!

    29.03.2019 00:24 Uhr
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